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Rostock, St. Marien
Ecke Lange Straße/Neuer Markt, Straßenbahnhaltestelle “Neuer Markt” Kontakt: Kantorei St. Marien, Bei
der Marienkirche 2, 18055 Rostock, Tel./Fax 0381/4923888, mail [at] marien-musik.de, www.marien-musik.de
Die Rostocker Marienkirche wurde in ihrer heutigen Gestalt 1260 als
dreischiffige Basilika mit Kapellenkranz begonnen und 1398 durch ein sehr großes Querhaus ergänzt. Sie verfügt über drei Orgeln. Das große Instrument an der Westempore beeindruckt durch seine hohe und unverwechselbare Fassade
die vielen Besucher der Kirche. Im Inneren besteht das Werk aus Material verschiedener Epochen, was seinen klanglichen Reichtum ausmacht, in technischer Hinsicht aber auch Einschränkungen mit sich bringt. Das für Gottesdienst
und Konzerte genutzte Instrument wird voraussichtlich in den nächsten Jahren eine Weiterentwicklung erfahren.
1596 Fertigstellung einer neuen Orgel am Westwerk durch Heinrich Glovatz, Rostock
1770
Fertigstellung der neuen Orgel durch Paul Schmidt, Rostock Gehäuse erhalten
1792 Fertigstellung eines Neubaus im alten Gehäuse durch Ernst Marx, Berlin 10 Windladen, 2 Keilbälge, und einige Pfeifen (ein
Labialregister, Posaune 16’ und 32’, vier 32’-Innenpfeifen erhalten)
19. Jahrhundert, besonders aber 1908-1911 Veränderungen (vor allem an der Windanlage) und Ergänzungen verschiedener Orgelbauer
(Rasche, Winzer), vor allem durch Börger, Rostock-Gehlsdorf (Neubau eines Schwellwerks auf Kegellade), einige Register erhalten
1917 Starke Verluste bei der Zinnablieferung
1938 Fertigstellung
eines größeren Umbaus mit Auffüllung der Verluste von 1917 durch die Firma Wilhelm Sauer (Inh. Oscar Walcker), Frankfurt/Oder, Umdisponierung und Erweiterung im Sinne der Orgelbewegung, Neubau von rund 50 Registern,
elektropneumatische Traktur Spieltisch, Spielanlage und neues Pfeifenwerk fast vollständig erhalten
1982 Neubau von Schwellwerkslade und Schwellkasten durch VEB Sauer, Frankfurt/O., Neubau wurmbefallener
Holzregister und einzelner Metallregister (z. B. Mixtur im II. Manual), Einstellung von vier neuen Zungenregistern (Giesecke) in Kleinpedal und Schwellwerk (anstelle älterer durchschlagender Zungenregister), Einbau von
Schleifenzugmotoren (Heuss) anstelle der elektropneumatischen Schleifenzugapparate
2007 Reinigung durch OBM Johann-Gottfried Schmidt, Rostock
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Aktuelle Disposition:
Hauptwerk (II. Man.)
Prinzipal 16' Quintade 16' Oktave 8' Holzflöte 8' Gemshorn 8' Oktave 4'
Rohrflöte 4' Quinte 2 2/3 Oktave 2' Mixtur 5-7fach Scharff 4fach Fagott 16' Trompete 8' Trompete 4'
Oberwerk (III. Man.)
Liebl. Gedackt 16' Prinzipal 8' Spitzflöte 8' Gedackt 8' Oktave 4'
Fugara 4' Gedackt 4' Quinte 2 2/3 Oktave 2' Mixtur 4fach Trompete 8' Oboe 8' Schalmey 4'
Positiv (I. Man.)
Gedackt 8' Quintatön 8' Oktave 4' Blockflöte 4' Prinzipal 2' Terz 1 3/5
Quinte 1 1/3 Cymbel 3fach Dulcian 16' Krummhorn 8' Regal 4' Tremolo
Schwellwerk (IV. Man.)
Bourdon 16' Prinzipal 8' Hohlflöte 8' Gedackt 8' Salicet 8'
Vox-celestis 8' Oktave 4' Zartflöte 4' Violine 4' Quinte 2 2/3 Waldflöte 2' Progressio 3-4fach Scharff 4fach Fagott 16' Trompete 8' Hautbois 8' Tremolo
Pedal
Prinzipalbass 32' Prinzipal 16' Violon 16' Subbass 16' Gedacktbass 16' Quinte 10 2/3
Oktavbass 8' Violoncello 8' Gedacktbass 8' Oktave 4' Nachthorn 4' Rauschpfeife 2fach Flachflöte 2' Großmixtur 5fach Hohe Mixtur 3fach Posaune 32' Posaune 16' Stillposaune 16' Trompete 8'
Sordun 8' Clairon 4' Sing. Cornett 2'
Kronwerk (I. Man.)
Holzprinzipal 8' Pommer 4' Nasard 2 2/3 Nachthorn 2' Sifflöte 1'
Sesquialter 2fach Mixtur 3-4fach
4 freie Kombinationen Organo Pleno General Tutti Schweller Crescendo/Decrescendo Auslöser Zungen ab
Handreg. ab Man. 16' ab
Koppeln: KW/III, I/II, III/II, IV/II, IV/I, IV/III, I/P, II/P, III/P, IV/P, Generalkoppe
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